Tarot de Marseille stammt aus Florenz 1473 / Peter Mark Adams – Christophe Ponce – Two Esoteric Tarots

Das Tarot von Florenz, genannt Tarot de Marseille – Ursprung und Bildsprache

in der Florentiner Renaissance – Die französische Forschung zu Marsilio Ficino, Platon, Botticelli und dem philosophischen Programm der 22 Trumpfkarten

PdF Text – https://talk.vonabisw.de/Divination2/Florenz2.pdf

Christophe Poncet on the Esoteric Tarot of Marseille – https://perseusarcaneacademy.com/post/christophe-poncet-on-the-esoteric-tarot-of-marseille/?utm_referrer=https%3A%2F%2Fscarletimprint.com%2F

Esoteric Iconography, Platonic Philosophy & the Tarot of Marsilio w. Christophe Poncet – https://www.youtube.com/watch?v=PH7d0Iy8WRc – https://talk.vonabisw.de/Divination2/Florenz3.mp4

Christophe Poncet, The Tarot of Marsilio: An inquiry into the origins of the Tarot de Marseille, Volume 1 – Down Here, London: Scarlet Imprint, 2024, ISBN 978-1-912316-70-0 (cloth) – by Peter Mark Adams – https://www.paralibrum.com/reviews/the-tarot-of-marsilio-by-christophe-poncet – https://via-hygeia.art/a-review-of-down-here-volume-1-of-christophe-poncets-the-tarot-of-marsilio/

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Die Verborgenen Geheimnisse des Tarot von Marseille – Ursprünge der Renaissance – Dokumentation mit dt. Audio

https://www.youtube.com/watch?v=4S8BI1SHDjg – https://talk.vonabisw.de/Divination2/Florenz1.mp4

The Tarot of Marsilio

https://scarletimprint.com/publications/p/the-tarot-of-marsilio-down-here?utm

Down Here ist der erste Band des akribisch recherchierten und reich illustrierten dreibändigen Werks The Tarot of Marsilio von Christophe Poncet – einer wegweisenden Untersuchung zu den Ursprüngen des Tarot de Marseille. Entgegen der vorherrschenden Auffassung in der Wissenschaft vertritt Poncet die These, dass der Tarot de Marseille ein Werk esoterischer Philosophie ist, das offen vor aller Augen liegt und dennoch verborgen bleibt. – Christophe Poncet ist seit Jahrzehnten auf der Suche nach der Wahrheit über den Tarot de Marseille und die in seinen Karten verschlüsselten esoterischen Vorstellungen. The Tarot of Marsilio nimmt uns mit auf eine außergewöhnliche Entdeckungsreise: von einem verschollenen Meisterwerk Botticellis in einer Burgruine über die Bücherbestände der Vatikanischen Bibliothek und die Skizzenbücher von Künstlern bis hin zu Werken in den Sammlungen des Louvre, des British Museum und der National Gallery. Poncet führt uns in die hermetische Gedankenwelt des Kreises um den brillanten Universalgelehrten Marsilio Ficino.

Für Tarotkundige und Okkultisten eröffnet dieses Werk ein tiefgreifendes Verständnis der Karten, ihrer Geschichte und ihres Entstehungskontexts. Mit diesen Schlüsseln können wir die Bildsprache der Trumpfkarten so lesen, wie sie ursprünglich gemeint war, und das Spiel der westlichen Esoterik auf einer tieferen Ebene spielen. Ob wir dadurch unsere Weissagungen bereichern oder neue Impulse für die Praxis der Talisman- und Bildmagie erhalten – Poncet verändert für immer unser Verständnis des archetypischsten und ikonischsten Tarotdecks.


Infinite Fire Webinar IV – Wouter J. Hanegraaff on Platonic Orientalism 
– https://www.youtube.com/watch?v=s2HCOuY-EiE&list=PLlx8qA3u_BLFdl4kYjhL1zBLkKgXncJdB&index=1&t=499s – https://talk.vonabisw.de/Divination/Wouter1.mp4

Infinite Fire Webinar V – Prof. Dr. Wouter J. Hanegraaff on The Real Hermetic Tradition – https://www.youtube.com/watch?v=gdLTDzFogzs&list=PLlx8qA3u_BLFdl4kYjhL1zBLkKgXncJdB&index=2&t=8s – https://talk.vonabisw.de/Divination/Wouter2.mp4

Astrotalk Filmliste Infinite Fire – https://www.youtube.com/playlist?list=PLCKPz4q3EX-seD7xl957pRvZ6ZF1xJlHs

Der Platonische Orientalismus in der Renaissance – https://trauerredner.vonabisw.de/ludovico-lazzarelli-1447-1500

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Peter Mark Adams and Christopher Poncet on Magic, Art, and ‚Two Esoteric Tarots‘ – https://www.youtube.com/watch?v=LOtUt7SZwII&t=6s – https://talk.vonabisw.de/Divination/Busca7.mp4

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Peter Mark Adams ist Autor, Dichter, Esoteriker und praktizierender Energiearbeiter, dessen Werk sich an der Schnittstelle von gelebter Spiritualität, ethnografischer Feldforschung und symbolischer Imagination entfaltet. Im Zentrum seiner Arbeiten stehen die Erfahrungsdimensionen von Ritualen, die Topografie heiliger Landschaften sowie die Wechselwirkungen zwischen Bewusstsein, Körper und subtilen Energien. Dabei verbindet Adams eine dichte, oftmals literarisch-poetische Sprache mit einem ethnografischen Zugriff, der sich nicht auf distanzierte Beschreibung beschränkt, sondern die transformative Qualität ritueller Praxis selbst zum Gegenstand macht.

Seine esoterischen Sachbücher erscheinen bei Scarlet Imprint, einem Verlag, der für anspruchsvolle Beiträge zur zeitgenössischen okkulten Philosophie bekannt ist, während seine stärker praxisorientierten Arbeiten zu Energieheilung und Bewusstseinsforschung bei Inner Traditions veröffentlicht werden. Adams’ literarisches Schreiben – Prosa wie Lyrik – wurde unter anderem in Reliquiae: Journal of Nature, Landscape & Mythology sowie im Bosphorus Review of Books publiziert und zeichnet sich durch eine eigentümliche Verbindung von Landschaftswahrnehmung, Mythopoetik und innerer Erfahrung aus. Rezensionen und kritische Auseinandersetzungen mit esoterischer Literatur veröffentlichte er auf der spezialisierten Plattform Paralibrum, wodurch er zugleich als Vermittler und Kommentator zeitgenössischer okkulter Diskurse in Erscheinung tritt.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf Begegnungen mit nichtmenschlichen Entitäten, die er nicht als bloße Projektionen, sondern als intersubjektiv erfahrbare Phänomene innerhalb spezifischer kultureller und ritueller Kontexte untersucht. Entsprechende Essays erschienen in den begutachteten Fachzeitschriften Paranthropology: Journal of Anthropological Approaches to the Paranormal sowie The Journal of Exceptional Experiences and Psychology und sind über seine Seite auf Academia.edu zugänglich. Adams bewegt sich damit in einem Grenzbereich zwischen Anthropologie, Bewusstseinsforschung und Esoterik, in dem Erfahrungswissen, symbolische Systeme und theoretische Reflexion miteinander verschränkt werden.

Sein philosophischer Hintergrund – begründet durch ein Studium an der Universität Liverpool – wird durch weiterführende Studien am Warburg Institute in London vertieft, wo er sich insbesondere mit Ikonologie, Ikonografie sowie der Kunst- und Wissenskultur der Renaissance auseinandersetzt. Diese Schulung im Denken der Bildtraditionen prägt seine Arbeiten nachhaltig: Rituale erscheinen bei Adams nicht nur als Handlungen, sondern als lebendige Bildräume, in denen sich kulturelles Gedächtnis, kosmologische Modelle und individuelle Transformation überlagern.


An der Schnittstelle zwischen Okkultismus, Humanwissenschaften, Philosophie und Ikonologie entfaltet sich auch die Forschung von Christophe Poncet, die sich den Arkanen des Tarot de Marseille als einem komplexen System symbolischer, philosophischer und operativer Bedeutungen widmet. Seine Arbeit lässt sich als initiatische Suche beschreiben, in der kunsthistorische Präzision und esoterische Praxis ineinandergreifen.

Der Ausgangspunkt dieser Forschung besitzt beinahe die Struktur eines Mythos: An seinem neunzehnten Geburtstag erhält Poncet ein Tarot de Marseille – ein scheinbar unscheinbares Geschenk, das sich als Schwelle zu einer vielschichtigen Welt erweist. Die Bildtafeln erscheinen ihm nicht als statische Illustrationen, sondern als dynamische Verdichtungen von Bedeutungen, vergleichbar geologischen Schichten, in denen sich historische, philosophische und symbolische Sedimente überlagern. In dieser Erfahrung entdeckt er eine eigentümliche Sprache der Bilder, deren Kraft aus ihrer Kombinatorik und Beweglichkeit erwächst.

Aus dieser initialen Faszination entwickelt sich eine methodische Wende: Um die Aussagen der Karten zu verstehen, so Poncets Einsicht, müsse man zunächst ihre materielle und kulturelle Genese rekonstruieren. In einer Bewegung, die er selbst mit der Figur des Narren vergleicht – jenem archetypischen Wanderer ohne vorgezeichneten Weg –, verlässt er die etablierten Narrative über die angeblich uralten, oft mythisch überhöhten Ursprünge des Tarot und beginnt eine akribische Analyse der dargestellten Kostüme, Gesten und Insignien.

Diese ikonografische Untersuchung führt zu einer präzisen historischen Verortung: Florenz um 1470, im intellektuellen und künstlerischen Klima der italienischen Renaissance. Damit verschiebt sich das Verständnis des Tarot grundlegend – weg von einer zeitlosen Geheimlehre hin zu einem Produkt spezifischer kultureller und philosophischer Konstellationen.

Parallel dazu eröffnet die Lektüre Platons eine weitere Bedeutungsebene. Poncet erkennt, dass mehrere Arkana zentrale platonische Mythen visualisieren – etwa den Seelenwagen oder das Höhlengleichnis. Die zuvor rein ikonografisch analysierten Figuren beginnen, als Träger philosophischer Narrative zu sprechen. Das Tarot erscheint nun als eine Art visuelles Gedächtnistheater, in dem Bilder nicht lediglich repräsentieren, sondern Denkbewegungen strukturieren und vermitteln.

In diesem Kontext tritt Marsilio Ficino als Schlüsselfigur hervor: Philosoph, Astrologe, Übersetzer Platons und des Corpus Hermeticum, sowie Vermittler antiker Mysterientraditionen in die Renaissance. Ficinos Denken, das Magie, Kosmologie und Philosophie miteinander verbindet, liefert einen möglichen Schlüssel zum Verständnis der symbolischen Architektur des Tarot. Die Hypothese, dass selbst der Name „Marseille“ auf eine Transformation seines Vornamens zurückgehen könnte, verweist auf die Tiefe dieser kulturellen Verflechtungen.

Poncets Forschung selbst folgt einer ars combinatoria, die methodische Strenge mit spekulativer Offenheit verbindet. Sie beginnt mit der präzisen Analyse der Quellen – Texte, Bilder, historische Kontexte – und entfaltet daraus eine philosophische Perspektive, die auch anachronistische Resonanzen ernst nimmt: die Wiederkehr antiker Ideen in neuen Bildformen, ihre Transformation in künstlerische und rituelle Praktiken.

So tritt eine Dimension hervor, in der Bilder performativ werden: Sie sind nicht nur Träger von Bedeutung, sondern Werkzeuge einer imaginalen und magischen Praxis. Diese Dimension bewahrt bis heute den eigentümlichen Zauber des Tarot – seine Fähigkeit, als universelles, zugleich individuelles Instrument der Erkenntnis und Transformation zu fungieren.

Poncets Arbeiten fanden nicht nur in der akademischen Diskussion Resonanz, sondern auch in medialer Vermittlung: Sie führten zur Produktion des international ausgestrahlten Dokumentarfilms The Mysteries of the Tarot of Marseille. Darüber hinaus veröffentlichte er mit Le Choix de Laurent eine Studie, die Sandro Botticellis Primavera mit der Karte „Die Liebenden“ in Beziehung setzt und damit exemplarisch die Verschränkung von Kunstgeschichte und Tarot-Ikonografie demonstriert. Das Werk wurde ins Italienische und Japanische übersetzt. Ergänzt wird dieses Œuvre durch zahlreiche Fachartikel zu Tarot, Botticelli und Ficino, die Poncets Position als eigenständige Stimme im Grenzbereich von Kunstgeschichte, Esoterik und Philosophie unterstreichen.