Review – https://talk.vonabisw.de/Divination/Adams1.pdf – https://www.paralibrum.com/reviews/mystai
SAE Filmliste The Sola-Busca Tarot – https://www.youtube.com/playlist?list=PLUxw8z1U6whk
The Sola-Busca Tarocchi – An Encoded Saturnian Theme – https://www.academia.edu/27558623/The_Sola_Busca_Tarocchi_An_Encoded_Saturnian_Theme – https://talk.vonabisw.de/Divination/Busca11.pdf
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Seine intellektuelle Generation liegt ungefähr zwischen den späten Arbeiten von James Hillman (1926–2011), Henry Corbin (1903–1978) und der jüngeren Generation der akademischen Esoterikforschung um *Wouter J. Hanegraaff (1961) liegen.
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Assoziiertes Mitglied der European Society for the Study of Western Esotericism (ESSWE) und Mitglied der British Wittgenstein Society

Peter Mark Adams zählt zu den profiliertesten zeitgenössischen Autoren auf dem Gebiet des westlichen Esoterismus, der Hermetik und der Ritualforschung. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine seltene Verbindung aus präziser historischer Quellenarbeit, differenzierter ikonographischer und ikonologischer Analyse sowie einer explizit hermetischen Binnenperspektive aus. In dieser Perspektive erscheinen Kunstwerke der Renaissance nicht lediglich als kulturelle Artefakte oder Ausdruck humanistischer Bildungsideale, sondern als Träger verschlüsselter initiatischer Erkenntnisse, die nur durch ein Zusammenspiel von historischer Kenntnis und eigener spiritueller Praxis vollständig erschlossen werden können.
Adams studierte Philosophie an der Universität Liverpool mit Schwerpunkten in formaler Logik, Wissenschaftstheorie und Sprachphilosophie, Disziplinen, die sein analytisches Vorgehen und seine methodische Präzision nachhaltig prägten. Eine entscheidende Erweiterung seines intellektuellen Horizonts erfolgte durch seine Studien am Warburg Institute in London, einer der weltweit führenden Institutionen für die Erforschung der Nachleben antiker Symbolik in der europäischen Kultur. Dort vertiefte er sich insbesondere in Ikonographie und Ikonologie, in die Bildprogramme der Renaissancekunst sowie in die materielle Kultur der Frühen Neuzeit. Parallel dazu wandte er sich intensiv den religiösen Traditionen der Antike zu, insbesondere den ägyptischen Tempel- und Grabtexten, der spätantiken Hermetik, den chaldäischen Orakeln sowie der Theurgie als praxisorientierter Form neuplatonischer Spiritualität. Als assoziiertes Mitglied der European Society for the Study of Western Esotericism (ESSWE) bewegt sich Adams bewusst an der Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und praktischer Esoterik und nimmt damit eine Position ein, die sowohl produktiv als auch kontrovers ist.
Im Zentrum seines Werkes steht die grundlegende These, dass zahlreiche Kunstwerke der italienischen Renaissance als komplexe Träger esoterischen Wissens zu verstehen sind. Nach Adams wurden in ihnen philosophische, hermetische, astrologische und theurgische Lehren in einer vielschichtigen symbolischen Bildsprache codiert. Diese Codierung diente einer doppelten Funktion: Einerseits schützte sie die Inhalte vor religiöser Verfolgung in einer Zeit zunehmender dogmatischer Kontrolle, andererseits gewährleistete sie ihre Weitergabe an einen Kreis von Eingeweihten, die über das notwendige Wissen zur Entschlüsselung verfügten. Adams interpretiert diese Praxis als Fortsetzung spätantiker Mysterientraditionen, die über byzantinische Vermittler wie Georgios Gemistos Plethon in den italienischen Humanismus eingeflossen seien. Im Umfeld von Florenz und anderen Zentren der Renaissance habe sich daraus ein geistiger Traditionsstrom gebildet, der Neuplatonismus, Hermetismus, Alchemie, Astrologie, Gnosis und pagane Theurgie miteinander verband und auf ein gemeinsames Ziel ausrichtete: die Transformation und Vergöttlichung des Menschen.
Internationale Bekanntheit erlangte Adams vor allem durch seine Forschungen zum Sola-Busca-Tarot, dem ältesten vollständig erhaltenen Tarotdeck der Renaissance, das um 1491 entstand. Während dieses Deck lange Zeit primär als kunsthistorische Kuriosität oder als außergewöhnliches Beispiel frühneuzeitlicher Druckgrafik betrachtet wurde, entwickelte Adams in seinem Werk The Game of Saturn – Decoding the Sola-Busca Tarocchi eine umfassende hermetische Interpretation des gesamten Kartenzyklus. Nach seiner Auffassung handelt es sich beim Sola-Busca-Tarot nicht in erster Linie um ein Spiel, sondern um ein vollständig ausgearbeitetes Einweihungssystem. Die 78 Karten bilden demnach eine kohärente Abfolge, in der jede einzelne Karte eine spezifische Funktion innerhalb eines initiatischen Prozesses erfüllt und eine klar definierte Stufe innerer Entwicklung repräsentiert. Das Deck erscheint so als visuelle Dramaturgie eines spirituellen Weges, der auf die Wiedergeburt des Menschen in seinem göttlichen Ursprung abzielt.

Eine Schlüsselrolle innerhalb dieser Interpretation spielt für Adams der italienische Humanist und Hermetiker Ludovico Lazzarelli (1447–1500). Adams identifiziert in dessen Werk, insbesondere im Crater Hermetis, eine Vielzahl struktureller und symbolischer Parallelen zum Bildprogramm des Sola-Busca-Tarots. Lazzarelli beschreibt einen Einweihungsweg, der über Reinigung, Erkenntnis und göttliche Inspiration zur inneren Transformation und letztlich zur Vereinigung mit dem göttlichen Geist führt. Adams sieht diesen Prozess in den Karten des Tarots visuell umgesetzt. Die Figuren, Szenen und Embleme erscheinen dabei nicht als bloße Illustrationen moralischer oder historischer Inhalte, sondern als operative Symbole, die den Weg des Adepten begleiten und strukturieren.

Von zentraler Bedeutung ist in Adams’ Deutung die Symbolik des Saturn. Saturn fungiert nicht nur als astrologischer Planet, sondern als universales Prinzip von Zeit, Schicksal, Begrenzung und Prüfung. Der saturnische Weg ist ein Weg der Konfrontation mit Endlichkeit, Leiden und innerer Dunkelheit, der jedoch gerade dadurch die Voraussetzung für Läuterung und Erneuerung schafft. Saturn erscheint als Hüter der Schwelle, dessen Prüfungen notwendig sind, um höhere Erkenntnis zu erlangen. Der Titel The Game of Saturn verweist somit auf den gesamten initiatischen Prozess, den das Deck entfaltet: ein Spiel im Sinne eines strukturierten, regelgebundenen Weges, dessen Ziel die Transformation des Selbst ist.
Methodisch zeichnet sich Adams’ Arbeit durch eine außergewöhnliche Breite und Tiefe aus. Er analysiert nicht nur die offensichtlichen Bildmotive, sondern erschließt deren Bedeutung durch Rückgriff auf mythologische, astrologische, alchemische und religionsgeschichtliche Kontexte. Figuren, Tiere, Pflanzen, architektonische Elemente, Waffen und Gesten werden gleichermaßen als bedeutungstragende Zeichen interpretiert. Entscheidend ist dabei sein holistischer Ansatz: Die Karten werden nie isoliert betrachtet, sondern stets als Teil einer übergeordneten Komposition, deren Sinn sich erst aus der Sequenz und Interrelation aller Elemente ergibt. Seine Analysen integrieren Quellen aus dem Corpus Hermeticum, den neuplatonischen Schriften, den chaldäischen Orakeln sowie aus der alchemischen Literatur der Renaissance und stellen damit eine interdisziplinäre Synthese dar, die weit über konventionelle kunsthistorische Ansätze hinausgeht.

Charakteristisch für Adams ist zudem die Überzeugung, dass die Bedeutung esoterischer Bildprogramme nicht allein durch philologische oder historisch-kritische Methoden erschlossen werden kann. Vielmehr erfordert ihr Verständnis auch eine praktische Dimension: Erfahrung mit Meditation, Ritual, Kontemplation und initiatischen Techniken. In diesem Sinne versteht Adams seine Arbeit als Verbindung von Erkenntnis und Praxis. Historische Forschung und spirituelle Erfahrung sind für ihn keine Gegensätze, sondern komplementäre Zugänge zu einer gemeinsamen Wirklichkeit. Diese Position unterscheidet ihn deutlich von der akademischen Esoterikforschung, die sich überwiegend auf analytische und kontextuelle Methoden beschränkt.
Neben seinen Arbeiten zum Sola-Busca-Tarot hat Adams ein umfangreiches Werk zur antiken Religionsgeschichte und zur westlichen Esoterik vorgelegt. In Mystai – Dancing out the Mysteries of Dionysos rekonstruiert er die dionysischen Mysterien als performative und bewusstseinsverändernde Praxis und analysiert deren rituelle Struktur im Kontext antiker Religiosität. The Power of the Healing Field widmet sich der Rolle von Bewusstsein und Energie in Heilprozessen und verbindet traditionelle Konzepte mit modernen therapeutischen Ansätzen. Gemeinsam mit Christophe Poncet veröffentlichte er Two Esoteric Tarots, They compare their journeys of discovery into two wildly contrasting tarot decks, the dark ritual landscape of the elite Sola-Busca tarocchi, as revealed in The Game of Saturn, and the luminous and popular Tarot de Marseille.
Weitere Werke wie Ritual & Epiphany in the Mysteries of Mithras und Hagia Sophia – Sanctum of Kronos zeigen sein Interesse an der symbolischen Architektur und der rituellen Dimension sakraler Räume.

Parallel zu seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist Adams seit vielen Jahren als Lehrer und Praktiker energetischer Heilmethoden tätig. Er arbeitet mit Reiki, Meridiantherapien, Atemtechniken und Meditation und beschäftigt sich intensiv mit verschiedenen Formen der Bewusstseinsentwicklung. Diese praktische Erfahrung fließt unmittelbar in seine Interpretationen ein und verleiht ihnen eine Perspektive, die über rein theoretische Rekonstruktionen hinausgeht. Rituale erscheinen bei ihm nicht als Relikte vergangener Kulturen, sondern als operative Techniken, deren Prinzipien weiterhin wirksam und anwendbar sind.

Innerhalb der internationalen Esoterikszene genießen Adams’ Veröffentlichungen große Anerkennung. Seine Bücher erscheinen bei spezialisierten Verlagen wie Scarlet Imprint, Inner Traditions und Theion Publishing und richten sich an ein Publikum, das sich für Hermetik, Renaissance-Esoterik, Tarotgeschichte und Mysterienreligionen interessiert. In der akademischen Forschung werden insbesondere seine detaillierten ikonographischen Analysen und seine umfassende Kenntnis der hermetischen Tradition geschätzt. Zugleich werden seine weitergehenden Thesen – etwa die Interpretation des Sola-Busca-Tarots als bewusst konzipiertes theurgisches Einweihungssystem auf Grundlage der Lehren Ludovico Lazzarellis – überwiegend als spekulative, wenn auch anregende Hypothesen betrachtet, für die bislang kein breiter wissenschaftlicher Konsens besteht.

Ungeachtet dieser unterschiedlichen Bewertungen hat Peter Mark Adams die moderne Diskussion über das Sola-Busca-Tarot maßgeblich geprägt. Gemeinsam mit Autoren wie Morena Poltronieri, Ernesto Fazioli und Christophe Poncet gehört er zu den zentralen Vertretern einer hermetischen Deutungstradition, die dieses außergewöhnliche Deck als Ausdruck einer komplexen philosophischen, alchemischen und theurgischen Weltanschauung versteht. Seine Arbeiten haben entscheidend dazu beigetragen, das Sola-Busca-Tarot aus der engen Perspektive rein kunsthistorischer Betrachtung zu lösen und als mögliches Zeugnis einer vielschichtigen, in sich kohärenten hermetischen Symboltradition der italienischen Renaissance neu zu positionieren.
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Peter Mark Adams’ Ausbildung verbindet akademische Forschung mit praktischer Erfahrung auf ungewöhnliche Weise. Nach einem philosophischen Studium an der University of Liverpool, mit Schwerpunkten in Logik, Wissenschaftsphilosophie und Bedeutungstheorie, vertiefte er seine Studien am Warburg Institute in London. Dort beschäftigte er sich intensiv mit Ikonologie, Ikonographie sowie der Kunst und materiellen Kultur der Renaissance. Das Warburg Institute, bekannt für seine Forschungen zur Symbolgeschichte, zu astrologischen und magischen Bildtraditionen sowie zur Überlieferung antiker Wissenssysteme, prägte maßgeblich seinen Ansatz.
Er interpretiert etwa Tarotkarten nicht als bloße Wahrsageinstrumente, sondern als komplexe visuelle Wissenssysteme der Renaissance, in denen sich Philosophie, Hermetik, Neuplatonismus und politische Symbolik verbinden. Ergänzend studierte Adams mittelägyptische Grab- und Tempeltexte bei Colleen Darnell, wodurch er Einblicke in religiöse Symbolsysteme, Hieroglyphen, Ritualvorstellungen und Konzepte kosmischer Ordnung gewann.
Neben seiner akademischen Ausbildung verfügt er über mehr als zwanzig Jahre praktische Erfahrung in spirituellen und energetischen Methoden wie Reiki, Meridiantherapien und Rebirthing. Diese Praxis beeinflusst seine Arbeiten zu Ritual, Bewusstsein und Heilung erheblich.
Als Associate Member der European Society for the Study of Western Esotericism und Mitglied der British Wittgenstein Society bewegt sich Adams im Umfeld akademischer Esoterikforschung, ohne ein klassischer Universitätswissenschaftler zu sein. Insgesamt steht er für einen interdisziplinären Ansatz, der Philosophie, Kunstgeschichte, Religionswissenschaft und praktische Ritualtraditionen miteinander verbindet und insbesondere seine Studien zu Tarot, Mysterienkulten und hermetischen Traditionen prägt.
Ritual & Epiphany in the Mysteries of Mithras
Theion Feldafing Deutschland – https://theionpublishing.com/shop/pma-ritualepiphany/#
https://theionpublishing.com/pmadams-mithras-01/?utm_source=chatgpt.com – https://theionpublishing.com/authors/peter-mark-adams/ – https://www.mithraeum.eu/news/adams-on-mithras
Published Works: Books
- Ritual and Epiphany in the Mysteries of Mithras: An Imperial Roman Recension of
the Cult of the Time-deity (forthcoming, Theion Publishing, Spring 2025) - Two Esoteric Tarots (with Christophe Poncet, Scarlet Imprint, 2023)
- The Hagia Sophia/Sanctum of Kronos: Spiritual Dissent in an Age of Tyranny
(Scarlet Imprint, 2023) - The Power of the Healing Field: Energy Medicine, Psi Abilities and Ancestral
Healing (Inner Traditions, 2022) - Mystai: Dancing out the Mysteries of Dionysos (Scarlet Imprint, 2019)
- A Guide to the Trumps and Court Cards of the Sola-Busca Tarocchi (Scarlet Imprint,
2017) - The Game of Saturn: Decoding the Sola-Busca Tarocchi (Scarlet Imprint, 2017)
Conference Appearances
- Speaker ‘Mystery Rites as Rites of Possession: Reflections on the ‘Opening the Mouth Ritual (wepet-er)’’; at the Hermopolis Symposium, New Hermopolis, Egypt, 24 th – 26 th October, 2024.
- Keynote Speech & short film ‘ANARCH: Immersion in the Alchemical Nigredo’ at the Metamorphoses: Ecstases of Matter and Image Conference. The University of Copenhagen, 30 th – 31 st May, 2024.
- Speaker ‘The Blueprint of Creation’ at the Magical Egypt Summit, September 2023.
Documentaries
- ‘Magical Egypt’. Documentary Series 3 & 4. Expert contributor on the topic of the mysteries & mystery cults.
- ‘At the fringes of Science’, Turkish State Radio & Television (TRT) documentary, advisor and contributor (2011).
Podcast Appearances
ARCANVM; What Magic is This?; Thelema Now!; Rune Soup; Glitch Bottle; Occult of Personality; Coffee&Divination; Magical Egypt; Conversations From the Edge; Spirit Box; The New Mithraeum; Watkins Books; La Societa dello Zolfo; Plant Cunning; Thoth-Hermes; The Higher Side Chats.
